11.08.2019
Gedruckt bestellbar: Arbeitshilfe zur Alterseinschätzung

Viele Kinder und Jugendliche, die nach Europa fliehen, haben keine gültigen Identitäts- oder Passdokumente, da diese vor oder während der Flucht verloren gingen oder einbehalten wurden. Zudem verfügt in einigen Regionen der Welt eine beträchtliche Anzahl von Personen gar nicht erst über Geburtsurkunden. Um den Schutz Minderjähriger sicherzustellen, müssen die Jugendämter das Alter in solchen Fällen daher in einem speziellen Verfahren schätzen. In der Praxis ergeben sich jedoch immer wieder zentrale Fragen: Welche Verfahren existieren und sind zulässig? Welche rechtlichen Vorgaben und fachlichen Standards sind bei der Durchführung der Alterseinschätzung zu beachten? Wie kann in der Praxis gegen fehlerhafte Entscheidungen/Alterseinschätzungen vorgegangen werden? Die Arbeitshilfe bietet hierzu Hinweise und Empfehlungen.

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09.07.2019
AGJ fordert Überarbeitung der Notvertretung und des Verteilverfahrens bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

Die AGJ hat sich zur Notvertretung für unbegleitete minderjährige Geflüchtete positioniert. Sie zeigt in ihrem Positionspapier auf, dass die Rechtslage eine Praxis befördert, bei der die Verteilungsabläufe möglichst nicht gestört und in der Konsequenz Rechte der Kinder und Jugendlichen verkürzt werden. Der Verweis auf informelle statt rechtsstaatliche Wege wird als besorgniserregend eingeschätzt, auch weil Quotenauslastung kein Drehpunkt für den Zugang zu (Beschwerde-)Rechten sein darf.

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15.05.2019
SPD geht auf Distanz zum "2. Datenaustauschverbessungsgesetz"

Nach massiver Kritik von Datenschützer/innen geht die SPD auf Distanz zum "2. Datenaustauschverbesserungsgesetz", berichtet die Tagesschau. Das Thema wurde von der Tagesordnung der heutigen Sitzung des Innenausschusses genommen. Auch der BumF hatte den Entwurf krisitiert.

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Harun O.’s Geschichte

Harun O. wurde bei der Alterseinschätzung irrtümlich für einen Erwachsenen gehalten, doch bei seiner Anhörung verstand er kaum, um was es geht. Als er endlich eine kompetente Vormundin erhält, ist es schon zu spät: Sein Asylantrag wird abgelehnt. Doch mit Hilfe des BumF-Rechtshilfefonds kann seine Vormundin erreichen, dass sein Fall neu aufgerollt wird – mit Erfolg.

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10.11.2018
Datenaustauschverbesserungsgesetz: Eingriff in das Primat der Kinder- und Jugendhilfe durch die Hintertür

Der BumF hat zum Entwurf des zweiten Datenaustauschverbesserungsgesetz kritisch Stellung genommen: Wird der Entwurf zum Gesetz würden die Verfahren der Identifizierung und Erstunterbringung unbegleiteter Minderjähriger nicht länger nur durch die Jugendämter, sondern auch konkurrierend durch Bundespolizei, Aufnahmeeinrichtungen für Erwachsene sowie Außenstellen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge im Rahmen der erkennungsdienstlichen Behandlung und Registrierung erfolgen.

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01.11.2018
Studie zu medizinischen Alterseinschätzungen: Minderjährige werden zu oft älter gemacht

Eine neue Studie zur medizinischen Alterseinschätzung bei jungen Geflüchteten belegt, dass die Fehlerquote der angewandten Methoden erheblich ist. Minderjährige wurden deutlich zu oft als volljährig eingestuft - mit negativen Folgen für ihr Wohl und ihren Schutzstatus. Der Bundesfachverband umF sieht sich hierdurch darin bestätigt, den verstärkten Einsatz von medizinischen Alterseinschätzungen abzulehnen.

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17.07.2018
Anfrage zu Ankerzentren: Regierung hat kein Konzept zum Umgang mit Kindern

Die Bundesregierung hat kein Konzept dazu, wie mit Kindern und Jugendlichen in den geplanten Ankerzentren umgegangen werden soll. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN hervor. Der Bundesfachverband umF und zahlreiche weitere Flüchtlings-, Erziehungs- und Kinderschutzorganisationen lehnen die Einrichtung von Ankerzentren ab.

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04.07.2018
Willkommensbroschüre: Jetzt auch auf Dari!

Jetzt auch auf Dari bestellbar: Unsere Willkommensbroschüre für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Mit welchen Behörden, Ämtern und Organisationen habe ich zu tun? Was passiert alles in der ersten Zeit? Wer kümmert sich um mich? Und vor allem: Welche Rechte habe ich? Dies und vieles mehr erfahren junge Flüchtlinge in jugendgerechter Sprache.

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25.06.2018
Niedersachsen: Minderjährigenschutz adé?

Läutet die Niedersächsische Landesregierung eine Abkehr vom Primat der Kinder- und Jugendhilfe ein? Der Flüchtlingsrat Niedersachsen kritisiert einen Vorstoß des nds. Innenministers beim Verfahren der Alterseinschätzung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (UMF). Kinder und Jugendliche, die ohne Eltern geflüchtet sind, drohen schutzlos im Erwachsenensystem „verloren“ zu gehen.

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15.06.2018
Baden-Württemberg: Alterseinschätzung zukünftig zentral in Heidelberg

Die Alterseinschätzung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen soll in Baden-Württemberg in Zukunft nicht mehr in den Jugendämtern sondern zentral im Ankunftszentrum in Heidelberg stattfinden. Mehr Härte beim Zugang zur Kinder- und Jugendhilfe für unbegleitete Minderjährige ist das Ziel. Dies birgt die Gefahr, dass Minderjährige häufiger als jetzt älter gemacht werden und damit ungeschützt in den Erwachsenensystemen verbleiben. Da sie in der Anfangszeit noch keinen unabhängigen Vormund haben, sind sie Fehlentscheidungen hilfslos ausgeliefert.

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