Aktuelles
27.11.2019
Call to Action: Kampagne #WirHabenPlatz

Die Situation für geflüchtete unbegleitete Minderjährige in Griechenland ist katastrophal und widerspricht allen Regeln und Vorgaben des Kinderschutzes. Griechenland hat daher die anderen EU-Staaten um Hilfe gebeten. Derzeit leben in Griechenland mindestens 4.100 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und täglich kommen neue hinzu. Allerdings gibt es nur ca. 1.000 kinder- und jugendgerechte Unterbringungsplätze. Der Rest lebt unter katastrophalen Bedingungen auf der Straße, in Flüchtlingslagern für Erwachsene, ist in Haft oder in den Hotspots auf den griechischen Inseln. Viele sind ungeschützt vor Gewalt, leiden an mangelhafter Versorgung und erhalten kaum anderweitige Unterstützung. Daher haben sich eine Vielzahl zivilgesellschaftlicher Organisationen bereits am 02. Oktober 2019 mit einem Appell an die Bundesregierung gewendet, unbegleitete minderjährige Geflüchtete aus Griechenland aufzunehmen und ihnen so den notwendigen Schutz zukommen zu lassen. Der Winter steht vor der Tür, die Situation der jungen Menschen in den Lagern verschlechtert sich rapide. In einem dringenden Nachruf zum Appell vom 02. Oktober 2019 rufen weitere Organisationen die Bundesregierung erneut dazu auf, geflüchtete Minderjährige aus Griechenland aufzunehmen - noch vor dem Winter! Träger der Jugendhilfe und andere Organisationen können durch eine am Kindeswohl und Kinderschutz orientierte Aufnahme unterstützen, indem sie freie Plätze für unbegleitete Minderjährige aus Griechenland zur Verfügung stellen. Auf dieser Seite finden sich zum Download beide Appelle an die Bundesregierung sowie Musteranschreiben an die jeweiligen Mitglieder des deutschen Bundestages aus den entsprechenden Wahlkreisen und / oder an die jeweiligen Landrät*innen und Oberbürgermeister*innen. www.abgeordnetenwatch.de Kindeswohl und Kinderschutz enden nicht an der Landesgrenze!

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25.11.2019
“Widerrufs- und Rücknahmeverfahren – Was heißt das und was tun?” Neue Arbeitshilfe der Flüchtlingsräte Thüringen und Niedersachsen:

Der Flüchtlingsrat Thüringen e.V. und der Flüchtligsrat Niedersachsen e.V. informieren in einer neuen Arbeitshilfe über Handlungsmöglichkeiten bei Widerrufsverfahren seitens des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Zum Hintergrund: Seit einiger Zeit erhalten Geflüchtete, deren Asylverfahren positiv ausgegangen sind, Briefe vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Die Schreiben informieren über eine erneute Prüfung hinsichtlich des jeweiligen Schutzstatus. Betroffen sind Menschen, denen die Flüchtlingseigenschaft zuerkannt worden ist, denen subsidiärer Schutz zugesprochen wurde und Menschen, bei denen Abschiebungsverbote festgestellt wurden. Die Mehrzahl der eingeleiteten Verfahren führt zwar nicht zu einem Widerruf des Schutzstatus, erfüllt für die Behörden aber den Zweck einer Identitätsklärung. Die Arbeitshilfe gibt einen Kurzüberblick zu Widerrufs- und Rücknahmeverfahren und informiert über Handlungsmöglichkeiten.

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19.11.2019
Dokumentation Herbsttagung des Bundesfachverbandes umF "Gut angekommen?!", 21.-23. Oktober 2019 in Berlin

Vom 21.-23. Oktober 2019 fand die diesjährige BumF-Herbsttagung unter dem Motto "Gut angekommen?!" statt. Sie stellte neben aktuellen Themen aus der Praxis der Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen und aktuellen Gesetzesänderungen das Thema Familie in den Fokus: Von Familienzusammenführung in der EU und aus Drittstaaten, der Arbeit mit Eltern bis zu den Angeboten der Jugendhilfe für Familien. Die Herbsttagung richtete sich wie immer an Mitarbeitende von Jugendämtern, Trägern der Jugendhilfe, Beratungsstellen, Vormund*innen und andere Personen, die mit minderjährigen Geflüchteten arbeiten. Ihr Ziel war zudem die bundesländerübergreifende Vernetzung zwischen Fachkräften. Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Teilnehmenden und Mitgestaltenden der Herbsttagung 2019 sehr herzlich bedanken. Fehlende Präsentationen werden sukzessive ergänzt.

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14.11.2019
Fachtagung "Wege in's Bleiberecht. Perspektiven für unbegleitete minderjährige und junge volljährige Geflüchtete schaffen"

Am 9. Dezember 2019 veranstaltet der Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. gemeinsam mit dem Institut für transkulturelle Betreuung e.V. eine Fachtagung zum Thema "Wege ins Bleiberecht. Perspektiven für unbegleitete minderjährige und junge volljährige Geflüchtete schaffen". Im Fokus der Veranstaltung liegen asyl- und aufenthaltsrechtliche Perspektiven für unbegleitete (minderjährige) Geflüchtete, die Begleitung im Asyl- und Klageverfahren sowie aufenthaltsrechtliche Perspektiven außerhalb des Asylverfahrens. Berücksichtigt werden außerdem Fragen zur Identitätsklärung im Kontext der Aufenthaltssicherung sowie Problemfelder und Möglichkeiten im Rahmen der Familienzusammenführung. Die Themen werden im Zusammenhang mit den Neuerungen im Rahmen des sogenannten „Migrationspaketes“ und dessen Auswirkungen auf die Rechte und Handlungsoptionen junger Geflüchteter behandelt. Workshopformate ermöglich neben inhaltlichen Inputs auch Raum für (Erfahrungs-)Austausch unter den Fachkräften. Wir freuen uns, mit dem Workshop "Identität und Aufenthalt – Rechtliche Grundlagen und praktischer Erfahrungsaustausch" als Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V. ein Teil der Veranstaltung sein zu dürfen.

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Kostenlose Online-Kurse zur traumasensiblen Unterstützung von Minderjährigen

Veranstaltungen
Herbsttagung 2019
21.10.2019-23.10.2019, 13:00-13:00
Jugendgästehaus Hauptbahnhof Berlin

Die diesjährige Herbsttagung des Bundesfachverbands umF e.V. steht unter dem Motto „Gut angekommen?!“. Sie stellt neben aktuellen Themen aus der Praxis der Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen das Thema Familie in den Fokus: Von Familienzusammenführung in der EU und aus Drittstaaten, der Arbeit mit Eltern bis zu den Angeboten der Jugendhilfe für Familien. Die Veranstaltung bildet den Abschluss des Projektes "Gut ankommen – Fachkräfte qualifizieren. Kindgerechte Aufnahme unbegleiteter Minderjähriger" von Terre des Hommes, dem Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e.V. und dem Bundesfachverband umF. Das Projekt befasst sich mit der Qualifizierung von Fachkräften in Bezug auf die Umsetzung des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems. In diesem Rahmen werden Partner/innen aus der Türkei, Griechenland und Italien einen Einblick in ihre Arbeit geben und die Frage beantworten, unter welchen Voraussetzungen Zusammenführungen, Relocation und Resettlement in ihrer Praxis funktionieren und welche Unterstützung hierfür durch Fachkräfte in Deutschland geleistet werden kann. Die Herbsttagung richtet sich an Mitarbeitende von Jugendämtern, Trägern der Jugendhilfe, Beratungsstellen, Vormund/innen und andere Personen die mit minderjährigen Geflüchteten arbeiten. Ihr Ziel ist zudem die bundesländerübergreifende Vernetzung zwischen Fachkräften. Zum Programm auf Deutsch Zum Program in English   Frühzeitig Übernachtungen buchen! Zeitgleich mit der BumF-Herbsttagung finden mehrere Großveranstaltungen in Berlin statt. Wir haben daher bei verschiedenen Hotels Kontingente für Teilnehmende reserviert, die selbsständig abgerufen werden müssen. Aufgrund der hohen Nachfrage empfehlen wir Ihnen, frühzeitig zu buchen. Details finden sich in unseren Übernachtungsinformationen Zu den Übernachtungsinformationen   Bildungsurlaub Die Tagung ist in Berlin, Brandenburg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland als Bildungsurlaub anerkannt. Wir bemühen uns derzeit um weitere Anerkennungen für die Frühjahrstagung 2020.   Förderung Die Veranstaltung bildet den Abschluss des Projektes "Gut ankommen – Fachkräfte qualifizieren". Dieses Projekt wird aus Mittel aus dem Asyl-, Migrations- und Flüchtlingsfond kofinanziert.

Dokumentation Vertiefungsseminar Dresden: Alles neu?! Aktuelle Gesetzesänderungen und ihre Folgen.
09.09.2019, 9:30-17:30
Ausländerrat e.V.

Wann ist eine Antragstellung sinnvoll – wann nicht? Welche Voraussetzungen und Änderungen müssen – vor dem Hintergrund der jüngsten Gesetzesänderungen – für die Erteilung einer Ausbildungsduldung erfüllt und berücksichtigt werden? Welche Passbeschaffungspflichten bestehen bei Aufenthalts- und Niederlassungserlaubnissen? Was kann bei Widerrufsverfahren getan werden? Diese und weitere Fragen wurden durch den Rechtsanwalt Dr. Stephan Hocks beantwortet.   Referent Dr. Stephan Hocks Rechtsanwalt und Autor (u.a. Fachbuch Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge)   Dokumentation Seminar-Dokumentation als PDF-Datei

Anlage: Aktuelle Änderungen im AufenthG als PDF-Datei

  Förderung Eine Veranstaltung im Rahmen des Projektes „Gut ankommen – Fachkräfte qualifizieren“. Dieses Projekt wird aus Mittel aus dem Asyl-, Migrations- und Flüchtlingsfond kofinanziert.

Wer kümmert sich um mich? Welche Rechte habe ich? Mit welchen Ämtern und Organisationen habe ich es zu tun? Unser Portal von jungen Geflüchteten für junge Geflüchtete.

Aktuelle Themen
Begleitete Minderjährige

Kinder und Jugendliche, die mit ihren Eltern nach Deutschland fliehen, haben wie alle Kinder ein Recht auf Schutz, Förderung und Beteiligung. Mit der Unterbringung in einer Aufnahmeeinrichtung oder in Gemeinschaftsunterkünften sind sie vielfach gefährdenden Situationen ausgesetzt und gleichzeitig von zahlreichen Rechten ausgeschlossen. Der Zugang zur Kinder- und Jugendhilfe besteht uneingeschränkt. Die Kinder- und Jugendhilfe muss die Minderjährigen nicht nur vor Gefahren schützen, sondern sie bei Bedarf durch Angebote und Leistungen in ihrer Entwicklung unterstützen.

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Bleiberecht

Abseits des Asylverfahrens gibt es weitere Möglichkeiten der Aufenthaltssicherung für junge Menschen, die nur geduldet in Deutschland leben. Die Bleiberechtsregelungen, die Ausbildungsduldung, Härtefallkommissionen und Petitionen bieten Perspektiven. Auf dieser Seite finden sich mehrsprachige Informationen für Jugendliche und Fachkräfte zu diesen rechtlichen Möglichkeiten. Doch die Regelungen sind nicht ausreichend: Zusammen mit der Initiative Jugendliche ohne Grenzen, den Landesflüchtlingsräten und weiteren Organisationen setzt sich der BumF daher für eine Verbesserung der Gesetzeslage ein, damit junge Menschen ohne Angst in Deutschland leben können.

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Betreuung durch Verwandte

Wenn minderjährige Flüchtlinge mit anderen Angehörigen als den Eltern einreisen oder zu Verwandten in Deutschland verteilt werden, gilt zunächst: Sie sind in der Regel weiterhin „unbegleitet“ und das Jugendamt muss handeln. Der BumF setzt sich dafür ein, dass die Unterstützung der Angehörigen stärker in den Fokus rückt: Etwa beim Pflegegeld, den ambulanten Hilfen oder der Unterstützung der Vormundschaft.

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Abschiebung

Unbegleitete Minderjährige sind in der Regel vor einer Abschiebung geschützt. Rückführungen sind nur in Ausnahmefällen erlaubt, wenn Familienmitglieder oder eine geeignete Aufnahmeeinrichtung im Herkunftsland überprüfbar zugesichert haben, dass sie den(die Minderjährigen in Empfang nehmen, unterbringen und für ihn sorgen können. Mit 18 Jahren ändert sich das. Ist der Asylantrag abgelehnt oder gar nicht erst gestellt worden, muss vorab gehandelt werden: Bildung und Integration eröffnen ebenso Wege zur Aufenthaltssicherung wie das Asylverfahren.

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