Vormünder und Vormundinnen nehmen eine zentrale Rolle bei der Begleitung und rechtlichen Vertretung unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter ein. Sie tragen die Personen und Vermögenssorge, vertreten die Minderjährigen gegenüber Behörden, im Asyl- und aufenthaltsrechtlichen Verfahren, sorgen für die gesundheitliche Versorgung und sind verantwortlich für Bildungswege und vertreten ihn/sie rechtlich. Gleichzeitig findet der Alltag der jungen Menschen vor allem in den Jugendhilfeeinrichtungen statt – dort, wo Betreuungspersonen präsent sind, Krisen auffangen, Entwicklungsprozesse begleiten und oftmals als erste Ansprechpersonen wirken. Gute Vormundschaft entsteht deshalb im Zusammenspiel: wenn Vormund*in und Betreuende sich abstimmen, Rollen klären, Informationen teilen und Entscheidungen gemeinsam vorbereiten.