Digitale Frühjahrstagung: „Das Recht zu bleiben….“ (gesamte Veranstaltungsreihe)
Zeit
19.04.2021 - 30.04.2021
Ganztägig
Ort
Online Seminar
Diese Veranstaltung findet ausschließlich online satt.
 
Inhalt

Auch im Jahr 2020 ist die Zahl der Asylerstanträge unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter in Deutschland weiter gesunken. Dies liegt nicht nur an sinkenden Einreisezahlen, sondern auch an sich kontinuierlich verschlechternden Aussichten für die jungen Menschen, erfolgreich ein Asylverfahren zu durchlaufen. Die Zahl von jungen Volljährigen in jugendhilferechtlicher Zuständigkeit steigt stark an.

Daher wollen wir die diesjährige Frühjahrstagung – trotz pandemiebedingten Kontaktbeschränkungen nutzen, um uns (in digitaler Form) verstärkt Fragestellungen zum Thema „Recht zu Bleiben“ zu widmen. Nach einer Einführung zum Thema und den aktuellen Entwicklungen im Bereich junge Geflüchtete (Auftaktveranstaltung) sollen in drei vertiefenden Veranstaltungen die Themen Abschiebungen (Themenveranstaltung 1), Identitätsabklärung (Themenveranstaltung 2) und Bleiberecht (Themenveranstaltung 3) besprochen werden. Hierbei legen wir neben den vertiefenden Vorträgen besonders Wert auf die Möglichkeit, sich auszutauschen und zu vernetzen.

Veranstaltungen:

19.04.2021; 18.00 – 20.00 Uhr
Auftaktveranstaltung – „Das Recht zu bleiben als Herausforderung in der Arbeit mit geflüchteten (un)begleiteten Minderjährigen

Daniel Jasch, BumF e.V. / Max Pichl, BumF e.V.

In der Auftaktveranstaltung werden der (ehem.) BumF Vorstand Max Pichl und der BumF Landeskoordinator (Berlin) Daniel Jasch kurze Inputs geben und im Anschluss in einer digitalen Podiumsdiskussion die aktuelle Situation von jungen Geflüchteten in Deutschland und an den EU-Außengrenzen diskutieren.

21.04.2021; 12.00 bis 16.00 Uhr
1. Themenveranstaltung – Das Recht zu bleiben ist in GefahrWas tun bei drohender und nach erfolgter Abschiebung von minderjährigen Geflüchteten?

Dr. Stephan Hocks, RA
Janina Meyeringh / Jan Drunkemölle, Xenion

Nach einem Corona-Abschiebestopp im April/Mai 2020 sind seit der zweiten Jahreshälfte die Zahlen von Abschiebungen wieder stark angestiegen. Dies betrifft vermehrt Familien mit zum Teil kleinen Kindern. Gleichzeitig machen Behörden auch vor der Abschiebung von unbegleiteten geflüchteten Minderjährigen keinen Halt.
Im ersten Teil der Veranstaltung wird aufgezeigt, welche Handlungsmöglichkeiten und Optionen für Fachkräfte, die mit jungen Geflüchteten arbeiten, im Fall einer drohenden Abschiebung bestehen.
Im zweiten Teil der Veranstaltung wird ein Schwerpunkt auf die psycho-sozialen Auswirkungen von drohenden Abschiebungen auf junge Geflüchtete gelegt sowie genauer beleuchtet, wie in Wohngruppen oder Gemeinschaftsunterkünften mit drohender oder sogar erfolgter Abschiebung umgegangen werden.

29.04.2021; 13.00 bis 17:00 Uhr
2. Themenveranstaltung – Das Recht zu bleiben für wen?Identitätsnachweis als Grundlage des Aufenthalts mit Schwerpunkt Guinea

Ulrike Schwarz, BumF e.V.
Arne Bardelle / Christian Zimmer, RA

Die sogenannte Identitätsabklärung steht seit einigen Jahren im Mittelpunkt aller rechtlichen und auch politischen Bestrebungen im asyl- und aufenthaltsrechtlichen Bereich. Ohne nachgewiesene Identität soll es faktisch keine Möglichkeit des Aufenthalts in Deutschland mehr geben. Zweifel an der Identität werden inzwischen dem*der jeweils Betroffenen zur Last gelegt
Es wird dabei ignoriert, dass der Zugang zu den entsprechenden Identitätsnachweisen für viele Herkunftsländer nicht möglich ist.
Im ersten Teil der Veranstaltung werden rechtliche Grundlagen zum Thema Identitätsabklärung geklärt.
Im zweiten Teil wird ein kurzer Überblick zur aktuellen politischen Situation in Guinea gegeben. Das Verfahren zur Beschaffung von Identitätsdokumenten sowie die Bedeutung von Botschaftsvorführungen und dem damit zusammenhängendem Rechtsschutz erläutert.

30.04.2021; 12.30 bis 16.30 Uhr
3. Themenveranstaltung – Das Recht zu bleiben außerhalb des Asylverfahren
Bleiberechtsregelungen und Aufenthaltsverfestigung

Dr. Stephan Hocks, RA

Alternative Aufenthaltssicherung – Welche Möglichkeiten bestehen für unbegleitete minderjährige Geflüchtete und für junge Erwachsene Geflüchtete neben, vor oder nach einem Asylverfahren?

 

Technische Voraussetzungen: Die Veranstaltung findet ausschließlich online statt. Details finden Sie in unseren Teilnahmebedingungen.

 

Tagungsdokumentation:

Vortrag von RA Stephan Hocks ” Das Recht zu bleiben ist in Gefahr – Was tun bei drohender Abschiebung von minderjährigen und heranwachsenden Geflüchteten”

Vortrag von Ulrike Schwarz“Identität und Aufenthalt – rechtlicher Rundumschlag”

Vortrag von RA Stephan Hocks “Das Recht zu bleiben außerhalb des Asylverfahrens – Bleiberechtsregelungen und Aufenthaltsverfestigung”

 

 

Förderung: 

Eine Veranstaltung der Projekte

Fokus – Perspektiven junger Geflüchteter im Kontext neuer gesellschaftlicher und rechtlicher Diskurse, finanziert durch die Aktion Mensch, die Freudenbergstiftung und die UNO-Flüchtlingshilfe und

Vom Willkommen zum Ankommen, finanziert aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds.

 

Buchungsoptionen:
Option 1: Gesamte Veranstaltungsreihe – alle drei Themenveranstaltungen incl. Auftaktveranstaltung
Option 2: eine Themenveranstaltung incl. Auftaktveranstaltung; Sie können auch mehrere Einzelveranstaltungen buchen.

Die Auftaktveranstaltung soll ein gemeinsamer Einstieg sein und Denkimpulse geben. Sie ist ein Angebot an alle Teilnehmenden und im Preis inkludiert. Die Veranstaltungen bauen thematisch nicht aufeinander auf.

Anmeldung

Buchungen sind für diese Veranstaltung nicht möglich.