Projekttitel

AnKiTei – Ankommen, Kindeswohl und Teilhabe: Fachkräfte befähigen, junge Menschen stärken

Hintergrund

Für unbegleitete minderjährige Geflüchtete, die nach dem Kinder- und Jugendhilferecht versorgt werden, ergeben sich durch die GEAS-Reform Änderungen. Die Reform erhöht die Komplexität in Recht und Praxis erheblich. Es droht, dass Bedarfe nicht rechtzeitig erkannt werden und Schutzlücken sowie neue kinderschutzfachliche Herausforderungen entstehen – auf diese antwortet das bundesweite Projekt.

Ziele und Schwerpunkte

Das Projekt zielt darauf ab, die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe von (unbegleiteten) Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrung nachhaltig zu verbessern.

Mithilfe evidenzbasierter struktureller Verbesserungen, qualifizierter Fachpraxis und Akzeptanzförderung trägt “AnKiTei” dazu bei, den Zugang zu Leistungen – insbesondere zur Kinder- und Jugendhilfe (KJH) – für (unbegleitete) junge Drittstaatenangehörige bedarfsorientiert zu stärken. Denn trotz geltender rechtlicher Ansprüche bestehen weiter erhebliche Zugangsbarrieren, uneinheitliche Standards und Koordinationsdefizite, v.a. an den Schnittstellen der KJH mit dem Asyl- und Aufenthaltsrecht. Diese Barrieren erschweren eine gleichberechtigte Teilhabe und Integration. Das Projekt verfolgt deshalb einen strukturorientierten Ansatz, der Fachkräfte, Ehrenamtliche, Einrichtungen und Behörden schult und qualifiziert, die mit (unbegleiteten) Minderjährigen befasst sind.

Die zentralen Säulen der Projektarbeit umfassen:

  1. Zugangsbarrieren, Bedarfe und behördenübergreifende Prozesse analysieren,
  2. Qualifizierung von Fachkräften,
  3. Beratung von Fachkräften,
  4. Weiterentwicklung behördlicher und zivilgesellschaftlicher Kooperations- und Vernetzungsinfrastrukturen auf kommunaler, Länder- und Bundesebene,
  5. Erhöhung von Akzeptanz und Verständnis für minderjährige geflüchtete Menschen und Aufklärung über das GEAS in Fachöffentlichkeit und Aufnahmegesellschaft.

Insgesamt trägt das Projekt zur Förderung der sozialen Inklusion, zur gleichberechtigten Inanspruchnahme öffentlicher Dienstleistungen sowie zur Stärkung kommunaler Integrationsstrukturen bei und verbessert dadurch die Teilhabe- und Entwicklungschancen sowie die Entwicklung der Kompetenzen von jungen Migrant*innen.

Projektzeitraum

01.07.2026 – 30.06.2029

Projektmitarbeiter*innen

An diesem Projekt arbeiten mit:

Helen Sundermeyer
Lennart Scholz
Philipp Ratfisch
Fördernde

Dieses Projekt wird gefördert durch Mittel aus dem Asyl- und Migrationsfonds der EU (AMIF).