Neue Materialien des “AK Schutzräume sichern!” zum Umgang mit rassistischer Polizeigewalt in der Jugendhilfe veröffentlicht

Der Berliner Arbeitskreis Schutzräume sichern! hat verschiedene Informationsmaterialien entwickelt, die ab sofort über die Website des BuMF zum Download zur Verfügung stehen. Die Materialien unterstützen Fachkräfte der Jugendhilfe dabei, sich mit rassistischer Polizeigewalt auseinanderzusetzen, die Rechte junger Menschen zu stärken und Handlungssicherheit im Umgang mit polizeilichen Maßnahmen zu gewinnen. 

Der AK Schutzräume sichern! setzt sich dafür ein, dass Einrichtungen der Jugendhilfe ihrem Auftrag als Schutzräume für junge Menschen gerecht werden können. Anlass für die Gründung des Arbeitskreises waren wiederholte Berichte über rassistische Polizeigewalt und diskriminierende Erfahrungen von Jugendlichen in und im Umfeld von Jugendhilfeeinrichtungen. Ziel des Zusammenschlusses ist es, diese Erfahrungen sichtbar zu machen, strukturelle Probleme zu benennen und gemeinsam Strategien für einen rassismuskritischen und kinderrechtsorientierten Umgang zu entwickeln. 

Der Arbeitskreis vernetzt Akteur*innen Sozialarbeiter*innen und entwickelt Ansätze, um junge Menschen in der Wahrnehmung ihrer Rechte zu stärken und Fachkräfte im Umgang mit Polizei und Sicherheitsbehörden zu unterstützen. Dazu gehören unter anderem Materialien zur Sensibilisierung, Fortbildungsangebote sowie Empfehlungen für die Praxis. 

Auch der BuMF engagiert sich im AK Schutzräume sichern!, weil unbegleitete minderjährige Geflüchtete und andere junge Menschen in der Jugendhilfe besonderen Schutz vor Rassismus und Diskriminierung benötigen. Der Schutzauftrag der Jugendhilfe umfasst nicht nur die Sicherstellung von Versorgung und Unterbringung, sondern auch die Gewährleistung von Sicherheit, Teilhabe und der Wahrung von Kinderrechten. Rassistische Zuschreibungen und diskriminierende Erfahrungen können diesen Schutzauftrag erheblich beeinträchtigen. 

Mit den nun veröffentlichten Materialien möchten die beteiligten Organisationen Fachkräfte dabei unterstützen, Schutzräume aktiv zu gestalten, Handlungsmöglichkeiten zu erweitern und junge Menschen in ihren Rechten zu stärken. Sie ersetzen keine Rechtsberatung im Einzelfall. 

Alle erstellten Materialien werden auf diesem Mural-Board gesammelt und soweit wie möglich aktuell gehalten (Bitte unbedingt den Arbeitsstand beachten, gesetzliche Grundlagen können sich ändern!).  Eine Auswahl der Materialien steht hier zum Download bereit: 

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