Kinderrechtsverletzungen an den EU-Außengrenzen

Der aktuelle Bericht »Vor Mauern und hinter Gittern« zur Situation an den EU-Außengrenzen von terre des hommes zeigt am Beispiel von Ungarn, Griechenland, Bulgarien und Polen kinderrechtswidrige Praktiken auf. Der Bericht bezieht sich vor allem auf die Erfahrungen und Hinweise zivilgesellschaftlicher Projektpartnerorganisationen und verweist auch auf die Mitverantwortung der EU, deren Institutionen das Verhalten der Mitgliedsstaaten billigen und stützen.

Pushbacks und Migrationshaft sind Realität an allen im Bericht untersuchten Außengrenzen.

Pushbacks verhindern den Zugang zu einem fairen Asylverfahren und das nicht “nur” an den Außengrenzen der EU, sondern auch im Landesinneren der Mitgliedstaaten und auch die kinderrechtswidrigen Inhaftierungen in allen untersuchten Mitgliedstaaten haben gravierende Folgen für die betroffenen Kinder und Jugendliche.

Material

Unbegleitete Minderjährige haben die gleichen Rechte wie alle anderen Kinder und Jugendlichen und sind zwingend im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe unterzubringen. Während gerade sie als vulnerable Gruppe auf den umfangreichen Leistungskatalog des SGB VIII angewiesen sind, sind derzeit akute Einschränkungen ihrer Rechte zu beobachten. Das Kindeswohl ist für sie nicht mehr gewährleistet.

Im Folgenden werden die unterschiedlichen Rechtsverletzungen in Kürze dargestellt. Der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge fordert gemeinsam neun weiteren Organisationen die Bundesregierung, die Bundesländer und die Kommunen dazu auf, dafür zu sorgen, dass diese und weitere Rechtsverletzungen geflüchteter Kinder und Jugendlicher in Zukunft unterbunden werden

Das Forderungspapier kann uns soll gerne verbreitet und auch zur eigenen Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden.