Jetzt anmelden: BuMF Herbsttagung 2025 in Hofgeismar

Wie kann Soziale Arbeit heute widerständig, solidarisch und emanzipatorisch wirken – besonders für junge geflüchtete Menschen? In Vorträgen, Workshops & Diskussionen entwickeln wir gemeinsam Perspektiven für eine kritische Soziale Arbeit in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche.
Inhalt
Soziale Arbeit hat den Auftrag, sich aktiv in gesellschaftliche Entwicklungen einzumischen, soziale Ungleichheiten sichtbar zu machen und sich für die Rechte und Teilhabe benachteiligter Gruppen einzusetzen. Gerade in Zeiten zunehmender rechtlicher Restriktionen, strukturellem Abbau von Unterstützungsangeboten und wachsendem politischem Druck ist eine kritische, menschenrechtsorientierte Soziale Arbeit gefordert.

Diese Tagung lädt dazu ein, gemeinsam zu analysieren, wie sich die aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen auf junge geflüchtete Menschen auswirken und welche Handlungsoptionen die Soziale Arbeit im Rahmen ihres Einmischungsauftrags hat. In Vorträgen, Workshops und Diskussionsrunden werden wir erarbeiten, wie solidarische, widerständige und emanzipatorische Ansätze weiterentwickelt und praktisch umgesetzt werden können.

Mehr Infos und Anmeldung.

Ort & Zeit

Hofgeismar

Evangelische Tagungsstätte Hofgeismar
Gesundbrunnen 8
34369 Hofgeismar

06. Oktober – 08. Oktober 2025

Programm

Das Programm kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Montag, 06.10.2025

13.00-14.00 Anreise und Anmeldung mit Stehkaffee
14.00-14.45 Begrüßung und Eröffnung der Tagung, Grußwort des Vorstands, Infos aus der Geschäftsstelle
14.45-15.30 Einführungsvortrag: Aktuelle Entwicklungen: Wo bleiben Kinderrechte zwischen GEAS, Sicherheitspaket und rechter Stimmungsmache?Helen Sundermeyer, BuMF
15.30-16.00 Kaffeepause
16.00-17.00 Vortrag: Handlungsoptionen kritischer Sozialer Arbeit in der Arbeit mit jungen Geflüchteten in Zeiten von Rechte- und Strukturabbau
Prof. Dr. Dr. Maximilian Pichl, Hochschule Rhein-Main
17.00-18.30 Erfahrungsaustausch in Kleingruppen anhand von Leitfragen
18.30 Abendessen

 

Dienstag, 07.10.2025

9.00-10.30 Vortrag: Genderspezifische Fluchtgründe im Asylverfahren – Rechte, Schutzbedarfe und pädagogische Herausforderungen im Umgang mit vulnerablen Gruppen
Caroline Mohrs und Maryam Mohammadi, Flüchtlingsrat Niedersachsen
10.30- 11.00 Pause
11.00-13.00 Workshop-Phase 1 

  1. Austausch & Diskussion Handlungsstrategien bei Racial Profiling & rassistischer Polizeigewalt, Armin Djamali, Copwatch Frankfurt am Main
  2. Umgang mit Ohnmacht und Perspektivlosigkeit von jungen Menschen, Jan Drunkenmölle-Nazeri, Xenion 
  3. Grundlagen starker Jugendhilfe: Recht und Haltung, BuMF
  4. Rechtskämpfe in der sozialen Arbeit, Hannah Franke, Hans-Böckler-Stiftung
  5. Unterstützung junger queerer Geflüchteter, Elizabeth Namwanje, LSVD+
13.00-14.00 Mittagessen
14.00-16.00 Wiederholung der Workshop-Phase
16.00- 16.30 Pause
16.30-18.00 Podium & Fishbowl: Wie politisch ist soziale Arbeit mit jungen Geflüchteten? (Perspektiven von den 90ern bis heute) 
18.00-19.00 Abendessen
Ab 20.00 Möglichkeit, den Abend im Weinkeller ausklingen zu lassen

 

Mittwoch, 08.10.2025

9.30-12.00 (Erfolgs-)Botschaften für die Öffentlichkeit entwickeln
Aktivistinnen-Agentur e.V.
12.00-12.30 Pause
12.30-13.00 Zusammenfassung und Résumée der Tagung
BuMF e.V.
13.00 Mittagessen
Anmeldung

Der Tagungsbeitrag beträgt für Mitglieder 250,- und für Nicht-Mitglieder 350,-€.

(Eine Einzelmitgliedschaft beim BuMF gibt es beispielsweise schon ab 6 Euro im Monat oder 72 Euro im Jahr).

Es gibt ein begrenztes Kontingent an Teil-Soliticktes für junge Menschen und Ehrenamtliche bzw. kleine Initiativen. Bei Bedarf wenden Sie sich bitte an die info@b-umf.de. Die Plätze können erst kurzfristig vergeben werden.

Falls in Ihrer gewünschten Kategorie, kein Ticket verfügbar sein sollte, schreiben Sie bitte eine E-Mail an info@b-umf.de mit ihrem Ticketwunsch.

Bei Fragen zu Übernachtungen, Tagungshaus und Programm schreiben Sie ebenfalls gerne an die info@b-umf.de.

 

Diese Tagung ist eine des Projekts “Kindeswohlgerechtes Ankommen sicherstellen”. Das Projekt wird kofinanziert durch die Europäische Union.

Material

Die Bundesregierung hat am Freitag, den 27.06.2025, erneut den Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten ausgesetzt. Der BuMF kritisiert in der Stellungnahme die Aussetzung und macht deutlich, welche gravierenden menschen- und kinderrechtlichen Folgen dieser Beschluss mit sich bringt.

(Juli 2025)

Die Ergebnisse der Online-Umfrage 2024 zeigen: Gewalt und Rassismus nehmen zu. Zugleich wird der Zugang zu Schutz, Bildung und Teilhabe weiter eingeschränkt. Fachkräfte erleben Asyl- und Versorgungssysteme zunehmend als restriktiv – mit gravierenden Folgen für die psychische Stabilität junger Menschen und ihrer Begleiter*innen.

Politische Maßnahmen wie die GEAS-Reform, Zurückweisungen an Binnengrenzen oder Einschränkungen beim Familiennachzug verschärfen die Lage zusätzlich und wirken tief in die Praxis der Jugendhilfe hinein.
Gleichzeitig zeigt die Umfrage auch: Viele Fachkräfte stellen sich engagiert gegen Entrechtung und wissen aus Erfahrung, was Teilhabe ermöglicht und junge Menschen stärkt.

Vorbestellungen sind ab jetzt möglich.

(Juni 2025)