Junge Geflüchtete erleben in Deutschland massive Einschränkungen ihrer Teilhabe. Rechtliche Verschärfungen und Kürzungen im Unterstützungssystem (Jugendhilfe, Beratung) erschweren den Zugang zu Bildung und Gesundheit.
Während die mediale Berichterstattung junge Geflüchtete häufig defizitorientiert thematisiert, findet ihre eigene Stimme im öffentlichen Diskurs kaum Gehör.
Das Projekt zielt darauf ab, die Selbstorganisation junger geflüchteter Menschen insbesondere in strukturschwächeren Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen nachhaltig zu stärken. Die Förderung regionaler Initiativen soll dazu beitragen, demokratische Teilhabemöglichkeiten jenseits bestehender Jugendhilfestrukturen zu erschließen.
Die zentralen Säulen der Projektarbeit umfassen:
- Empowerment und Qualifizierung: Durchführung von Workshopformaten zu Partizipation sowie zur Vermittlung rechtlicher Grundlagen an der Schnittstelle von Jugendhilfe und Migrationsrecht.
- Vernetzung und Sichtbarkeit: Förderung der bundesweiten Vernetzung in Kooperation mit der Initiative Jugendliche ohne Grenzen (JoG), um kollektive Selbstvertretung und politische Wirksamkeit zu ermöglichen.
- Fachkräfte-Transfer: Qualifizierung von Fachkräften der Sozialen Arbeit zur jugendgerechten Begleitung von Beteiligungsprozessen.
- Diskursintervention: Einspeisung der Perspektiven und Bedarfe junger Menschen in fachwissenschaftliche und politische Debatten, um eine demokratiefördernde Wirkung innerhalb der Fachdiskurse zu erzielen.
Durch die Stärkung von Allianzen und den Ausbau individueller Fähigkeiten unterstützt das Projekt junge Menschen dabei, ihre Forderungen sichtbar zu machen und aktiv an der Gestaltung ihrer Lebensumwelt mitzuwirken.
01.03.2026 bis 28.02.2028
An diesem Projekt arbeitet mit:
