AnkER-Zentren lösen keine Probleme, sie schaffen nur welche!

Studie: Welche Auswirkungen haben AnkER-Zentren?

AnkER-Zentren lösen keine Probleme, sie schaffen nur welche – schon gar nicht taugen sie zur effektiveren Gestaltung von Asylverfahren. Das aber ist erklärtes Ziel dieser Einrichtungsform. Zu diesem Ergebnis kommt eine Kurzstudie des Rates für Migration und der Universität Hildesheim für den Mediendienst Integration.

Die Forscher/innen kommen in der Kurzstudie zu dem Ergebnis, dass die Unterbringung in AnkER-Zentren der falsche Weg sind. Die offiziell dahinter stehenden Ziele, wie schnellere und effizientere Verfahren, können mit der Unterbringung von Personen in AnkER-Zentren trotz Bündelung unterschiedlicher Behörden und Zuständigkeiten hier nicht erreicht werden. Im Gegenteil – und das ist weder überraschend noch neu – kommen die Forscher/innen zu dem Ergebnis, dass die Unterbringung in solchen Einrichtungen die strukturellen Probleme im deutschen Asylsystem weiter verstärken werden. Sie verfehlen, so die Studie, zudem die Wiederherstellung des sozialen Friedens und haben das Potenzial, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das Vertrauen in die Lösungskompetenz des politischen Systems dauerhaft zu beschädigen.

Material

Der Bundesfachverband umF fordert zusammen mit 23 Verbänden in einem gemeinsamen offenen Brief an die Städte und Gemeinden sowie das Innen- und das Familienministerium, die Rechte und das Wohl von Kindern in der Debatte um die geplanten Ankerzentren zu achten.

(Mai 2018)