Call to Action: Kampagne #WirHabenPlatz

Die Situation für geflüchtete unbegleitete Minderjährige in Griechenland ist katastrophal und widerspricht allen Regeln und Vorgaben des Kinderschutzes. Griechenland hat daher die anderen EU-Staaten um Hilfe gebeten.
Derzeit leben in Griechenland mindestens 4.100 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und täglich kommen neue hinzu. Allerdings gibt es nur ca. 1.000 kinder- und jugendgerechte Unterbringungsplätze. Der Rest lebt unter katastrophalen Bedingungen auf der Straße, in Flüchtlingslagern für Erwachsene, ist in Haft oder in den Hotspots auf den griechischen Inseln. Viele sind ungeschützt vor Gewalt, leiden an mangelhafter Versorgung und erhalten kaum anderweitige Unterstützung.
Daher haben sich eine Vielzahl zivilgesellschaftlicher Organisationen bereits am 02. Oktober 2019 mit einem Appell an die Bundesregierung gewendet, unbegleitete minderjährige Geflüchtete aus Griechenland aufzunehmen und ihnen so den notwendigen Schutz zukommen zu lassen.
Der Winter steht vor der Tür, die Situation der jungen Menschen in den Lagern von Griechenland verschlechtert sich rapide.
In einem dringenden Nachruf zum Appell vom 02. Oktober 2019 rufen weitere Organisationen die Bundesregierung erneut dazu auf, geflüchtete Minderjährige aus Griechenland aufzunehmen – noch vor dem Winter!

Träger der Jugendhilfe und andere Organisationen können durch eine am Kindeswohl und Kinderschutz orientierte Aufnahme unterstützen, indem sie freie Plätze für unbegleitete Minderjährige aus Griechenland zur Verfügung stellen.

Auf dieser Seite finden sich zum Download beide Appelle an die Bundesregierung sowie Musteranschreiben an die jeweiligen Mitglieder des deutschen Bundestages aus den entsprechenden Wahlkreisen und / oder an die jeweiligen Landrät*innen und Oberbürgermeister*innen.
www.abgeordnetenwatch.de

Kindeswohl und Kinderschutz enden nicht an der Landesgrenze!